007 - steng geheim - Octane Magazin

007 - steng geheim

2015-09-01 09:42
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Echte Neuheiten aus dem Hause Aston Martin lassen schon einige Jahre auf sich warten. Doch im nächsten 007-Film wird James Bond das Einzelstück eines DB10 fahren, Frauen begeistern und Bösewichte jagen

Dass für einen James-Bond-Streifen gerne einmal ein Einzelstück kreiert wird, ist nichts Neues. Zur Legende wurde insbesondere Toyotas offener 2000 GT, mit dem Sean Connery in Man lebt nur zweimal auf dem Beifahrersitz der japanischen Spionin Aki durch die Straßen von Tokyo donnerte. Der 150 PS starke 2000 GT war Ende der 60er Nippons heißeste Sportwagen-Nummer und 007-Produzent Albert R. Broccoli bat Toyota um ein passendes Bond Car.


Der Wagen existierte jedoch nur als Coupé, und der fast 1,90 Meter große Sean Connery hätte dort nie hineingepasst. Daher ließen die Japaner im Toyopet Service Centre in Tsunashima zwei exklusive Roadster für 007 anfertigen. Die Verdeckabdeckung des weißen Flitzers war allerdings nur vorgetäuscht, ein echtes Klappdach verbarg sich nicht darunter. Getreu dem Hightech-Image, das sich Japan in den 60er-Jahren aufzubauen begann, verfügt der Toyota über ein paar nette Gimmicks. Ein drahtloses Telefon und ein Farbmonitor für die Bildschirmtelefonie waren 1967 noch weit von jeglicher Serienreife entfernt – für den Agenten im Dienste Ihrer Majestät gab es sie trotzdem. Überwachsungskameras sowie ein stimmenaktivierter Tonbandrekorder hinter den Sitzen komplettierten die Agenten-Extras. Seit James Bond vor Jahren bei seinen wohl motorisierten Dienstwagen wieder von BMW zu Aston Martin wechselte, sonnen sich die Briten im Glanz von 007. Viel mehr haben sie in dieser Zeit jedoch nicht zu Wege gebracht. Selbst der dunkle DBS V12, mit dem Daniel Craig in Casino Royale einen siebenfachen Überschlag überlebte, war kein komplett neues Auto, sondern ein verbesserter DB9. In Spectre wird nun dieses Jahr Daniel Craig in einem DB10 gegen Bösewicht Christoph Waltz kämpfen. Der DB10 ist jedoch nicht viel mehr als ein inhaltsloses Kleinstserienmodell, das technisch weder vom neuen Markenchef Andy Palmer beeinflusst wurde, noch in irgendeiner Form von der Kooperation mit Mercedes-AMG profitiert.

»Dass Bond wieder am Lenkrad eines Aston Martin sitzt, ist eine tolle Nachricht für jeden 007-Fan.«

Das Aston-Martin-Design- und Entwicklungsteam unter Führung von Marek Reichman kreierte das Filmauto ohne Serienbezug, jedoch in enger Abstimmung mit dem Regisseur Sam Mendes. Die Briten betonen, der DB10 weise zahlreiche Par-allelen zu zukünftigen Aston-Martin-Modellen auf. Das hört sich selbst für eingefleischte Markenfans so an wie das sprichwörtliche Pfeifen im Walde, denn vom DB10 werden für den Bond-Film gerade einmal zehn Einzelstücke produziert. »Ich bin unglaublich stolz auf jeden in unserem Team in Gaydon, der dieses spezielle Projekt von der Konzeption bis zur Realität ermöglicht hat«, freut sich der erst jüngst als Bez-Nachfolger berufene Andy Palmer. »Dass Bond wieder am Lenkrad eines Aston Martin sitzt, ist eine tolle Nachricht für jeden 007-Fan.« Wer einen Blick in die automobile Zukunft von Aston Martin werfen möchte, muss sich bis zum 6. November gedulden, wenn 007 im Kampf gegen die Geheimorganisation Spectre in die Kinos kommt. Der nächste neue Aston Martin wird dagegen noch länger auf sich warten lassen. Vielleicht sehen wir ihn ja im nächsten James Bond Film. // www.astonmartin.com


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