Miss Kenichi öffnet ihr Handschuhfach - Octane Magazin

Miss Kenichi öffnet ihr Handschuhfach

2015-04-14 09:20
(Kommentare: 0)

Diese Story finden Sie in OCTANE Ausgabe 13

Zum Heft Heft bestellen Abo


Sie ist nicht nur eine hervorragende Musikerin, deren Alben regelmäßig Kenner und Musiker umhauen, Miss Kenichi ist – fast wie eine Frau der Renaissance – als Künstlerin mit Ausstellungen erfolgreich ... und dann noch "Gasoline Aficionada"! Nach zwei gefeierten CD-Veröffentlichungen erschien letztes Jahr mit "The Trail" die dritte. So wie Singer/Songwriterin Miss Kenichi, die als Künstlerin unter ihrem bürgerlichen Namen Katrin Hahner agiert, in einer Persönlichkeit viele verschiedene Facetten vereinigt, so reich ist auch ihre Musik an Stimmungen und Atmosphären – dunkel, zeitlos, bedrückend schön. Privat teilt sie ihre Liebe zum Autofahren und Musik machen mit dem Tindersticks Drummer Earl Harvin. Man sollte sie nicht verpassen!

 



1 // KIRSCHBAUM

Ein Stück vom Stamm des Kirschbaums aus dem Garten meiner Eltern. Als Kind bin ich in den Ästen herumgeklettert und habe die Kirschkerne zwischen den Blättern hindurchgespuckt.



2 // COCONUT MONKEY

Mein merkwürdiger Mitbewohner. Ich weiß nicht wirklich, wozu er gut ist und habe versucht, ihn als Orakel zu benutzen und ihm die ein oder andere Frage in den Bauch gelegt – aber mit der Antwort lässt er sich sehr lange Zeit ...



3 // RENNFAHRER-LEDERHANDSCHUHE

Von Southcombe Gloves. Traditionsreich. Unver-zichtbar. Immer dabei beim Goodwood Revival.



4 // QUARTETT STIL

Vier Lieblinge auf dem Weg nach Goodwood. Der Mann, der Volvo, das Kleid, der Hut. Good times!



5 // NEULICH IN AUSSTELLUNG

Arbeit aus der Serie »Nest Of Clouds«, die auch in dem Artwork meines neuen Albums zu fi nden ist. Collagen aus verschiedenen Bildern und Materia-lien. Wolken, Federn, Papier. Zart, fl üchtig und zerbrechlich auf den ersten Blick, auf den zweiten kraftvoll und vielschichtig. Wie meine Musik.



6 // PANTOFFELN AUS SAMARKAND

Als Kind war Sheherazade meine Heldin und ich konnte nicht genug bekommen von diesen wundersamen Geschichten. Nach wie vor sind Geschichten mein Leben und wenn ich diese Pantoffeln trage, dann meine ich fast, ich bräuchte nur mit meinem Zauberstöckchen auf den Boden klopfen und ein Schatz müsse sich vor mir auftun.




7 // WASHBURN HB 35 

An der Kunstakademie hatte ich eine ernsthafte Blockade. Ich wollte oder konnte keine Bilder mehr malen – und dann stand eines Tages diese Gitarre samt Verstärker im Atelier. Ich habe an-gefangen zu spielen – und es sprudelte nur so aus mir heraus. Die Leute kamen ins Atelier zum Zuhören ... und bald hatte ich ge nug Songs für ein Konzert. Weil ich keine andere als diese Gitarre haben wollte, musste ich sie mir immer ausleihen, denn sie gehörte meiner Freundin. Irgendwann sagte die: »Die Gitarre ist jetzt Deine. Ihr gehört zusammen.«




8 // KASSETTENRING

Ich habe mal an einem off-day in einem klitzekleinen sehr schönen Bistro in der Schweiz gespielt, wo sie in einer Hinterstube diesen Ring und andere Designerware verkauft haben. Ich habe ihn nicht gekauft und es dann sehr bereut. Als ich ein Jahr später wieder dort war, habe ich als Erstes nach dem Ring gefragt. Nach dem Konzert bat mich dann die Besitzerin, die Augen zu schließen und meine Hand auszustrecken – und als ich die Augen wieder aufmachte, lag er darin.



9 // HARMONIUM

Mein faltbares Reiseharmonium aus dem Hause Lo Duca Brothers/Milwaukee ist ein kleiner Wunderkasten aus den frühen 60er-Jahren. Das Gebläse wird mit Pedalen betrieben. Reine Melancholie und Sehnsucht in Holz verpackt. 



10 // MIT "DE SAINT" AN DER FÄHRE

Guter Rockstar-Wagen. Muss man nicht mehr zu sagen, oder?



Diese Story finden Sie in OCTANE Ausgabe 13

Zum Heft Heft bestellen Abo

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Folgen Sie uns auf: